Infoseite zum Thema Lilien

Allgemein über die Lilien

Keine andere Blume kann die Lilien an ihrer Majestät und orientalischem Flair übertreffen. Der Naturforscher Philipp Siebold brachte diesen Blumenschatz vor über 200 Jahren aus dem Land aufgehender Sonne nach Europa. Damals war es eine Herausforderung, die sich aber lohnte, weil heute weltweit schon über 100 Liliensorten gezüchtet werden.

Eine breiche Welt der Schönheit

Lilien als PflanzengattungLilien sind Sommerblüher, deren Zwiebeln im Frühjahr – am besten nach den Eisheiligen - gepflanzt werden. Regelmäßiges und gleichmäßiges Gießen während der Blütezeit belohnen sie mit wunderschönen Blütenkronen, die aus sechs gleichfarbigen, großen Hüllblättern bestehen. Mal entfalten die Lilien an den belaubten und grünen Stielen ein Trompetenblüten mit langen und an den Enden eingerollten Blättern, mal Schalenblüten mit nur leicht nach Außen gebogen Blättern. Sehr weit öffnen sich die Hüllblätter der sogenannten Türkenbundlilie und so recken sie ihre Köpfe gerne in die Sonne. Lilien bestechen nicht nur durch ihre majestätische, stolze Gestalt, sondern auch durch den herrlichen Duft, der in den Abendstunden an Intensität zunimmt.

Vier Hauptgattungen. Zehn Tausende Sorten

Unter den Lilien unterscheidet man mittlerweile zwischen vier Hauptgattungen: Lilium longiflorum, Asiatische Hybriden, Orientalische Hybriden und OT-Lilien, die infolge einer Mischung von Asiatischen Hybriden und Lilium longiflorum entstanden sind. Diese vier Gattungen bilden den Nachschub für weitere Kreuzungen und Variationen, die zur Entwicklung eindrucksvoller Einzelindividuen führen. Mannigfaltige und atemberaubende Blütenformen, einmalige Farbkombinationen gehen somit aus den Händen der Züchter in Amerika und Europa hervor, sodass die Zahl der registrierten Sorten schon eine runde Summe von 75.000 erreicht hat. Das ist ein imponierendes Ergebnis innerhalb einer Gattung.

Ihre besonders anmutigen, zierlichen Blüten auf langem Stiel bringen Farbe und Abwechslung in jeden Garten. Vor über 200 Jahren waren sie eine Luxusblume, die sich nur die Reichen pflanzen lassen konnten. Exotik ist nach wie vor ihrem Erscheinungsbild fest zugeschrieben.